Saft ist doch vegan?! – Von wegen!

Saft ist doch vegan?! – Von wegen!

Wer der Ansicht ist, dass Saft von Natur aus vegan ist, der unterliegt einem Irrtum. Denn nicht jeder Saft ist automatisch vegan, auch wenn dies zuerst komisch klingt, da Säfte doch aus Früchten, Obst und zum Teil auch Gemüse hergestellt wird. Im Grunde ist dies auch richtig, aber nicht jeder Saft wird im gleichen Verfahren hergestellt. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, stets zu prüfen, ob der Saft vegan ist, das gilt nicht nur für den Kauf von Obstsäften, sondern auch für Gemüse-Säfte.

Der Unterschied zwischen naturtrüben und klaren Säften

Bei der Herstellung von Saft kommen tierische Bestandteile zum Einsatz und das vor allem beim Filtrierverfahren – das heißt, beim Herausfiltern der Trübstoffe aus dem Saft. Gelatine bindet nicht nur das natürliche Fruchtfleisch, sondern ist auch für das Ausfällen von diesen „Trübmachern“ im Saft verantwortlich. Im Anschluss wird der Saft erneut gefiltert, um die Gelatine aus diesem zu entfernen. Auch wenn es zu einem zweiten Filtervorgang kommt, so kann kein Hersteller garantieren, dass es sich bei dem fertigen Produkt um einen veganen Saft handelt.

Hinzu kommt: zweifache Filterung oder nicht. Für die Herstellung von einem klaren Saft kommen tierische Produkte zum Einsatz. Aus diesem Grund sind vor allem diese Säfte nicht als vegan einzustufen. Naturtrübe Säfte, egal ob ein Direktsaft oder ein Konzentrat, sind deutlich öfter vegan als ein klarer Fruchtsaft.

Doch selbst hier gilt, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. So gibt es auch klare Säfte, die durchaus vegan sein können, als auch naturtrübe Fruchtsäfte, die mit Hilfe von tierischen Produkten hergestellt werden.

Gemüsesäfte – sie bringen jede Menge Power

Nicht nur, dass Gemüsesaft schmeckt, sondern er ist gesund, kalorienarm und bringt jede Menge Power mit. Wer es nicht weiß, dem wird es jetzt verraten: Gemüsesäfte liegen im Trend und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt „5-mal täglich“ fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu essen, damit dem Körper genügend Nährstoffe zugeführt werden. Das bedeutet für Gemüse mindestens 400 Graff. Doch viele kommen nicht dazu, täglich frisches Gemüse zu kaufen und dies zuzubereiten. Doch für einen farbenfrohen Trunk ist immer Zeit. Allein 200 Milliliter Gemüsesaft kann die empfohlene Gemüsemenge ersetzen. Wer Gemüsesäfte wie beispielsweise Staudensellerie Saft kaufen möchte, der kann dies in den verschiedensten online Shops tun.

Die Herstellung von Gemüsesaft ist „simpel“, denn, als Ausgangsware eignet sich nur frisches Gemüse. Der unreifen Rohware fehlt das richtige Aroma und bei überreifen Waren kann es bereits zum Abbauprozess gekommen sein, sodass ein vorzeitiger Verderb einsetzt. Verarbeitet wird das Gemüse möglichst schnell und unter Luftausschluss. Geschält wird zumeist thermisch oder chemisch. Beim Laugenschälen wird das Gemüse kurz in ein warmes Laugenbad getaucht, wodurch sich die Zellen der Schale lockern, sodass es möglich ist, diese abzureiben.

Von Bio-Herstellern wird das thermische Verfahren eingesetzt. Dabei wird das Gemüse einem Hochdruckdampf ausgesetzt. Wird dieser plötzlich entspannt, dann löst sich die Schale automatisch. Im Anschluss wird das Gemüse dann blanchiert und zerkleinert.

Das Mark für die Herstellung des Gemüsesafts wird durch Pressen, Passieren oder Extrahieren gewonnen. Diese enthält noch die Pflanzenteile oder den Saft. Von einigen Herstellern wird bei schwierigen Pressungen die Saftausbeute erhöht, in dem sie Enzyme zusetzen, welche das Pektin der Zellwände zum Teil abbaut.

Bio-Saft ist nicht gleich veganer Saft

Wenn es sich um einen Bio-Saft handelt, dann bedeutet dies, dass dieser nicht gleich vegan ist. Sondern es gibt zahlreiche Bio-Säfte, die ebenfalls mit Gelatine im Herstellungsverfahren geklärt und mit Honig gesüßt werden. Bei diesen Säften steht das „bio“ vor allem für den ökologischen Anbau, aus dem die Zutaten stammen und nicht für eine tierfreie Produktion.

Supermarkt Säfte  – oft als vegan gekennzeichnet

Es hat einen guten Grund, warum manche Saftpackungen, die in den Regalen der Supermärkte stehen, als „vegan“ gekennzeichnet sind. Denn die herkömmlichen Säfte sind oft NICHT vegan. Jedem ist klar: Wurst und Käse sind nicht vegan, aber das trifft ebenfalls auf andere Lebensmittel zu, in denen niemand tierische Inhaltsstoffe vermuten würde. Dies trifft auf Saft und auch Chips zu. Besonders problematisch ist, dass die tierischen Inhaltsstoffe nicht immer gekennzeichnet werden müssen. Dies gilt dann, wenn Stoffe tierischen Ursprungs als Aromen, technische Hilfsstoffe oder Zusatzstoffe im Produkt enthalten sind und somit nicht eindeutig nachzuweisen sind.

Bei der Saft-Herstellung kommt Gelatine als technischer Hilfsstoff zum Einsatz, um naturtrüben Saft zu klären. Dafür wird der Saft mithilfe von Gelatine gefiltert. Diese ist im Endprodukt nicht mehr nachweisbar und daher besteht keine Kennzeichnungspflicht. Selbst Wein, der auf diese Weise hergestellt wird, ist aus diesem Grund oft nicht vegan.

Was ist zu tun?

Es gibt durchaus Hersteller, die veganen Saft anbieten, mit dem eine Vegane Saftkur durchgeführt werden kann. Bei der Herstellung wird der Saft mechanisch oder mit pflanzlichen Gelantine-Ersatz, der z. B. aus Erbsen gewonnen wird, gefiltert. Wer Saft kauft, der sollte auf das vegane Siegel achten, das auf der Verpackung angebracht ist.

Doch nicht jeder vegane Saft ist mit dem Siegel gekennzeichnet. Es gibt verschiedene Listen, in denen nachgelesen werden kann, welche Säfte und andere Getränke vegan sind, bspw. bei Foodwatch oder dem Einkaufsguide von PETA Zwei. Sicherlich besteht die volle Kontrolle dann wenn Säfte selbst hergestellt werden, doch dazu hat nicht jeder die Zeit.

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